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Fakten

Das überlieferte Rollenverständnis von Patient und Arzt, das vom klassischen Auftrag "Heilen, lindern, vorbeugen" bestimmt ist, weicht auf! Das Vertrauensverhältnis wird abgelöst von einem Vertragsverhältnis mit genau definierter Leistung. Der Patient wird zum "kritischen" Kunden, der Arzt oder Zahnarzt zum Dienstleister und die Praxis zum "Profit-Center". Misstrauen kann dabei zusätzlich aufkommen, wenn der "all inclusive" Gedanke der Patienten mit der empfehlenswerten Zuzahlermedizin des Arztes kollidiert. Der Grundsatz zum "Wohl des Patienten" wird von dem "Wille des Patienten" abgelöst. Die Freiheit des Patienten, dessen Recht auf Erfüllung seiner Forderungen, wird immer wichtiger. Die Praxisbindung sinkt! Als Ideal gilt heute der "mündige" Patient, der aufgeklärt, eigenverantwortlich und selbst bestimmend die Richtlinien seiner Behandlung vorgibt. Aber sind solche Anforderungen ohne Zuzahlung des fordernden Patienten allein über die Chipkarte wirtschaftlich vertretbar?